Amt und Gemeinden

Amtsverwaltung Haupteingang
© Amtsverwaltung

Das Amt Dömitz-Malliß umfasst die Stadt Dömitz und die sechs dazugehörigen Gemeinden.
In den Gemeinden leben ca. 8.500 Einwohner auf einer Gesamtfläche von 257,52 km².
Die Entfernung zur Kreisstadt beträgt ca. 35 km, die zur Landeshauptstadt ca. 75 km. Bis nach Hamburg fahren Sie 120 km und nach Berlin knapp 200 km.
Die Gemeinden des Amtes liegen zum Teil an der Bundesstraße 191 bzw. 195. Eine Autobahnanbindung an die A 24 gibt es in etwa 40 km Entfernung. Mit dem Bau der A 14 werden es nur noch 30 km sein.

Kontaktdaten Amtsvorsteher Burkhard Thees

Gemeinde Vielank

Waldbad
© Fred Klinge

Die Gemeinde Vielank besteht seit dem 13.06.2004 aus den Dörfern Vielank, Alt Jabel, Neu Jabel, Tewswoos, Hohen Woos, Laupin und Woosmer und liegt mitten in der „Griesen Gegend“. Mit einer Gesamtfläche von nunmehr 77,37 km² ist sie flächenmäßig die größte Gemeinde im Amtsbreich Dömitz-Malliß und mit ca. 1.500 Einwohnern liegt sie hier auf Rang 3 hinter Dömitz und Neu Kaliß.
Die ältesten Dörfer der Gemeinde, Alt Jabel und Hohen Woos, wurden 1291 erstmalig urkundlich erwähnt. Die Siedlung Woosmerhof wurde sogar schon 1277 erstmalig erwähnt. Hier handelte es sich um einen Gutshof mit Gutsflur.
Die erstgenannten Dörfer sind von dichten Kiefernwäldern umgeben und eine Idylle für Wanderer und Erholungssuchende. In der Gemeinde können Sie ausgiebige, wunderschöne Touren zu Fuß, per Fahrrad oder auch auf dem Rücken der Pferde unternehmen. Außerdem ist in diesem Gebiet auch eine herrliche Nordic Walking Strecke von ca. 10 km für Liebhaber dieser Trendsportart ausgeschildert.
In den Sommermonaten bietet das in der Gemeinde gelegene wunderschöne Waldbad ebenfalls Gelegenheit zur Entspannung und sorgt für viel Spaß nicht nur bei den Kindern. Durch seine Einmaligkeit lockt es jährlich viele Tausend Besucher an.
Einen bleibenden Eindruck aus der Geschichte der Region und zur Kirchengeschichte erhält man beim Besichtigen der gut erhaltenen Backsteinkirche aus dem Jahre 1908, der Ruine der Michaeliskirche mit Wendenwall sowie dem im Pfarrstall befindlichen „Lütt Museum“ in Alt Jabel.

Der Ort Woosmer, 1312 erstmalig unter dem Namen „Wozeme“ als ritterliches Lehn erwähnt, ist wendischen Ursprungs und bedeutet soviel wie Sumpfort. Woosmer ist ein sogenanntes Sackplatzdorf mit exzentrischer Ortsdurchfahrt mit jeweils giebelseitig angeordneten Häusern. Die zum Ort gehörende Mühle ist leider in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr vorhanden. Die Nähe der Rögnitz, die unmittelbar den Ort berührt, wie auch der Karpfenteich erweisen sich für Angelfreunde als wahres Paradies. Nicht nur Störche und Kraniche zeigen sich hier in ihrer Pracht, auch der seltene Schwarzstorch hat sich wieder angesiedelt.
Woosmer ist weit über die Ortgrenzen hinaus bekannt für die gute Jugend- und Kulturarbeit und hier insbesondere für den seit nunmehr 50 Jahren bestehenden Faslamclub. Wenn Woosmer Faslam feiert, steht alles andere hinten an. Bereits die Kindergartenkinder sind mit einem eigenen Programm bei der 5.Jahreszeit vertreten.

Aus Tewswoos liegen uns bisher keine Funde aus der vor- und frühgeschichtlichen Zeit vor. Die Ortschaft geht ihrem Ursprung nach 1456 auf ein Platz- und Angerdorf zurück. Etwa in der Dorfmitte, an der Straße am „Bauernring“, wird dies deutlich, wo größere, alte, landwirtschaftliche Gebäude angeordnet sind. Die landwirtschaftlich geprägten Dörfer der Gemeinde haben unverkennbare Spuren hinterlassen. Im Zuge der Dorferneuerung ist die Gemeinde auch in Tewswoos bemüht, solch Wertvolles zu erhalten. Unter den restaurierten Gehöften fallen besonders die Hallenhäuser auf. Das älteste und besterhalten gebliebene Hallenhaus der Griesen Gegend, das auch unter Denkmalschutz steht, können Sie in Laupin bewundern.
Auch der Töpferhof, der sich nördlich von Tewswoos in einer ruhig gelegenen Waldgegend befindet, bietet für jeden Gast ein interessantes Programm. Neben dem Verkauf von Tonwaren, kann die Werkstatt besichtigt und beim Töpfern zugeschaut werden. Des weiteren bietet der Töpferhof monatliche Brotback- und Markttage von April bis November. Bekannt ist der Töpferhof aber auch durch den am 1. Adventswochende hier stattfindenden traditionellen Weihnachtsmarkt, der jährlich mehrere Tausend Besucher anlockt.
In der Ortschaft Tewswoos unterhält die Gemeinde eine Kindertagesstätte.
Mit ca. 140 Einwohnern ist Neu Jabel das kleinste und auch jüngste Dorf der Gemeinde. In den Jahren 1823/24 entstand die Büdnersiedlung in Neu Jabel II auf fast ausschließlich von der Gemarkung Tewswoos abgetrennten Flurteilen. Es liegt wie ein Hufendorf einseitig der Straße von Woosmer nach Alt Jabel. Baulich interessant ist die Anordnung der Häuser in
Neu Jabel I, dem sogenannten Häuslerende. Gebäude und Grundstückszuschnitte fallen dem Betrachter ins Auge. An der Südseite der Straße die Traufständigkeit der Häuser die schiefwinklige Gebietsständigkeit an der Nordseite.
Bis ins Jahr 1421 gehen Nachweise des Ortes Vielank zurück. Die Besonderheit des Dorfes liegt in seiner ursprünglichen Ausgestaltung als Rundlingsdorf mit Blockgewannflur. In der Dorfmitte sind um einen zentralen Platz diese Strukturen noch deutlich erkennbar. Einige der älteren Bauernhäuser, die mit ihrem Giebel zum Dorfplatz stehen, sind noch erhalten. Durch die Neugestaltung des Bauernringes kommt die Form des Rundlingdorfes wieder sehr gut zum Ausdruck.
Mittelpunkt in Vielank ist aber in neuerer Zeit nicht mehr der alte Bauernring, sondern das am Lindenplatz hergerichtete Brauhaus. Dieses zieht nicht nur durch sein eigen gebrautes Vielanker Bier die Gäste an, sondern bietet mit dem großen Saal auch Platz für zahlreiche kulturelle oder auch politische Veranstaltungen. Zum Brauhaus gehört außerdem eine Pension und neu hinzu kommt hier in Kürze noch ein Brauereimuseum.

Alle Vereine der Großgemeinde Vielank bemühen sich um ein reges kulturelles und sportliches Leben. So ist die Kegelbahn in Alt Jabel neben den vielen Freizeitkeglern zur Heimstatt des Sportvereins „Blau Gelb“ geworden. Die Kinder-, Jugend- und Männemannschaften nehmen aktiv am Kegelsport auf Kreis- und Landesebene teil.
Im Schützenverein haben Sportschützen die Gelegenheit ihrem Hobby nachzugehen. Um den Erhalt und die Pflege der plattdeutschen Sprache bemühen sich seit über 20 Jahren die „Vielanker Plattsnacker“ und dies nicht nur mit den stets ausgebuchten Programmen der Abendveranstaltungen, sondern auch mit Unterrichtsstunden an der Grundschule.

 
Kontaktdaten Bürgermeister Christel Drewes

 

Gemeinde Neu Kaliß

Haus des Waldes (2) M.Möller
© M.Möller

Die Gemeinde Neu Kaliß mit ihren Ortsteilen Heiddorf, Raddenfort, Kaliß und Neu Kaliß entwickelt sich seit Jahren ständig und erfolgreich zu einer äußerst lebenswerten und attraktiven Gemeinde.
Nicht nur 340 Industriearbeitsplätze auch ca. 300 Arbeitsplätze in Handwerk, Handel und Gesundheitswesen zeugen von einer lebenden Gemeinde. Basis einer intakten Gemeinde ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Durch das 1993 geschaffene Industriegebiet ist es gelungen eine vielschichtige Palette an Unternehmen in Neu Kaliß anzusiedeln. Papierfabrik, Maschinen- und Anlagenbau, Stahlhallenbau oder Holzhandel konnten in den letzten Jahren vom Standort Neu Kaliß überzeugt werden.
Mit großzügiger Unterstützung der Familie Bausch wurde das ehemalige Anwesen der Familie Bausch mit dem dazugehörigen wunderschönen alten Park mit kleinen Teichen hergerichtet und von der Diakonie Dobbertin als Pflegeeinrichtung übernommen.
Auch ein Kinderheim zählt zu den sozialen Einrichtungen. Im medizinischen Bereich stehen zwei Ärzte, zwei Zahnärzte, eine Physiotherapie und eine Apotheke zur Verfügung.
In der Gemeinde befindet sich eine Grundschule mit Ganztagsbetreuung sowie eine Kindertagesstätte mit angegliedertem Hort. Für die älteren Kinder steht ein Jugendklub zur Verfügung.
Die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs ist über einen Supermarkt, zwei Bäcker, einen Schlachter und einen Drogeriemarkt gesichert. Im Ort sind viele weitere kleine Dienstleistungsbetriebe vorhanden.
Mit besonderem Stolz blicken die Einwohner der Gemeide auf ihre Freizeitangebote.
Angelverein, Geflügelzuchtverein, acht Fußballmannschaften, Volleyball, Kegeln, Tennis, Tischtennis, Reit- und Fahrverein, Bogenschießen, Judo, Frauengymnastik werden angeboten und auch gut angenommen.
Neben dem großen Sportverein SV Rotation Neu Kaliß hat sich seit über 30 Jahren der Neu Kalißer Carnevals Club (NKCC) zum größten Karnevalsverein in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Regelmäßige Veranstaltungen führen die Senioren in den Ortsgruppen der Volkssolidarität in Neu Kaliß und Kaliß durch. Ein Seniorenclub steht in Heiddorf zur Verfügung.
Die Verantwortlichen der Gemeinde sind bestrebt, ihre Angebote mit denen im Amt zu vernetzen.
Unter dem Motto "Stillstand bedeutet Rückschritt" bemüht sich die Gemeinde weitere Investoren anzusiedeln und neue und für die Bürger interessante Objekte zu realisieren.
Die Forstscheune in Kaliß wurde zu einer Lehr-, Bildungs- und Begegnungsstätte entwickelt. In unmittelbarer Umgebung befinden sich das Regionalmuseum, ein Findlingsgarten und das Forstamt mit interessanten Angeboten.

Kontaktdaten Bürgermeister Burkhard Thees

Gemeinde Grebs-Niendorf

Denkmal in MenkendorfGreNie Foto Gemeinde GreNie
© Gemeinde Grebs-Niendorf

In der Gemeinde befinden sich neben den Landwirtschaftsbetrieben auch kleinere Metallbaubetriebe, Betriebe des Baugewerbes, ein Lebensmittelgeschäft, eine Bäckerei, ein Blumenlädchen, eine Kindertagesstätte, ein Künstler-Hof, ein Unternehmen der häuslichen Krankenpflege u.a.
Die gastronomischen Einrichtungen wie der "Swinstall" in Neu Grebs, die Diskothek "G70" in Grebs sowie die Gaststätte in Niendorf a.d. Rögnitz, ziehen alljährlich viele Besucher an.

In Grebs gibt es seit 1995 einen Heimat- und Museumsverein, der sich die Pflege des ländlichen Kulturgutes auf die Fahne schrieb.
Die Gemeinde möchte in den kommenden Jahren auch den ehemaligen slawischen Burgwall in der Nähe des Ortsteils Menkendorf wieder zu einem Anziehungspunkt machen.
Der in Grebs befindliche Jugendhof "Mullewapp" kann für schullandheimähnliche Fahrten genutzt werden. Hier befindet sich auch eine Theaterscheune, die sowohl für Aufführungen als auch als Probebühne genutzt werden kann.

 
Kontaktdaten Bürgermeister Detlef Schranck

Stadt Dömitz

Luftaufnahme Dömitz
© Stadt Dömitz

Im Südwesten des Landes Mecklenburg liegt, unmittelbar an der Elbe, die fast 800 Jahre alte Festungsstadt Dömitz. Dömitz ist eine einladende Kleinstadt an der Elbe. Die Schifffahrt auf der Elbe und die Lage als Grenzort in einem Dreiländereck von Niedersachen, Brandenburg und Mecklenburg prägten die Stadt. Das Bild des historischen Stadtkerns bilden noch heute viele Fachwerkgebäude aus dem 19.Jahrhundert. Das historische Rathaus, ebenfalls ein Fachwerkbau, entstand im Jahre 1819.
Die evangelische Johanneskirche in der Stadt ist ein neugotisches Bauwerk und wurde im Jahr 1873 fertiggestellt. Die Kirche und der darum liegende Slüterplatz, benannt nach dem Reformator Joachim Slüter, bilden zusammen mit den angrenzenden Geschäftshäusern das Altstadtzentrum. Die Kirche der katholischen Gemeinde ist ein neues Bauwerk des 21.Jahrhunderts.

Das älteste und prägendste Bauwerk der Stadt ist die noch heute sehr gut erhaltene pentagonale Festungsanlage. Es ist der einzig vollständig erhaltene Festungsbau der Renaissance in Norddeutschland. Die Festung wurde in den Jahren 1559-1565 errichtet und war lange Zeit ein starker militärischer Punkt zur Sicherung der mecklenburgischen Landesgrenze und zum Schutz des Elbübergangs.

Der bedeutende plattdeutsche Dichter, Fritz Reuter, verbrachte hier das letzte Jahr seiner "Festungstid" (1839-1840).
Fritz Reuters niederdeutsche Literatur hat wohl am meisten dazu beigetragen, dass die Stadt weit über Mecklenburgs Grenzen hinaus bekannt geworden ist.

Seit 1895 unterliegt die Festung der zivilen Nutzung.
1953 entstand im ehemaligen Kommandantenhaus ein Museum zur Stadt- und Festungsgeschichte und auch auf dem Festungsgelände und in den Kassematten kann man viel Geschichtliches entdecken oder dazu lernen.
Die 1958 eingerichtete Fritz-Reuter-Gedenkhalle wird heute für Trauungen durch das Standesamt genutzt.
Die Festung ist ein interessantes Ausflugsziel und zieht alljährlich mehrere tausend Besucher an.
Die alten Dömitzer Elbbrücken waren nach ihrer Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkrieges viele Jahre Mahnmal für die Zerstörungen und die deutsche Teilung. Durch die innerdeutsche Teilung war die Stadt von 1961-1973 nicht, oder nur mit einem Passierschein, zu erreichen.
Am 18.12.1992 wurde die neue Elbestraßenbrücke für den Autoverkehr und Fahrräder freigegeben und ist seitdem Symbol für die Wiedervereinigung Deutschlands.

Dömitz bietet viele für den Tourismus reizvolle Möglichkeiten wie Wandern, Radfahren oder die guten Bedingungen für den Wassersport. Fahrgastschiffe verkehren auf der Elbe und auf der Müritz-Elde Wasserstraße. Heute zeigt sich Dömitz dem Besucher in einer freundlichen, einladenden Kleinstadtatmosphäre.

Dömitz erhielt mit der Gemeindefusion am 13.06.2004 drei neue Ortsteile hinzu.

Der Ortsteil Heidhof liegt 4 km nördlich von Dömitz, im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal mit dem angrenzenden Biosphärenreservat.
Der Ortsteil Polz liegt auf dem Ausläufer der Binnenwanderdüne, umgeben von Wiesen, Wäldern und Feldern an der Löcknitz. Vor allem als Reiter, Wanderer oder Radfahrer können Sie hier herrliche Touren unternehmen und dabei die Natur pur bewundern.
Der SV "Blau-Weiß" Polz, der seit 1948 existiert, trainiert und spielt in einem modernen Waldstadion. Eine Kegelbahn steht hier ebenfalls den Sportlern und Besuchern zur Verfügung.

Die Elbe bildet mit 98 Stromkilometern die Grenze zwischen Schnackenburg und Lauenburg.
1967 wurde das Elbdorf Rüterberg-Broda mit einem zusätzlichen zweiten Grenzzaun versehen. Heute finden wir hier den Ortsteil Rüterberg. 1991 erhielt die ehemalige Gemeinde vom Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern das Recht verliehen, künftig die Bezeichnung "Rüterberg Dorfrepublik 1967-1989" führen zu dürfen.
Das eiserne Tor, versehen mit einem Gedenkstein, einer Informationstafel und ständiger internationaler Beflaggung erinnert an die Zeit der Teilung. Die Bürger zwischen den Zäunen wollten mit dem Begriff "Dorfrepublik" auf sich aufmerksam machen, wollten zeigen wo und wie sie leben.
Rüterberg ist inzwischen über die kleine Dorfrepublik von einst hinausgewachsen, hat viele neue Wohnhäuser und Straßen bekommen und ist für Bürger aus der ganzen Welt zu einem geschichtlichen Anziehungspunkt geworden.


Kontaktdaten Bürgermeister Helmut Bode

Gemeinde Malliß

Malliss Kreuzung (9) M.Möller
© M.Möller

Kommt der Reisende aus Niedersachsen über die Elbbrücke beginnt hinter dem Ort Heiddorf ein ausgedehntes Waldgebiet und erreicht eine Hügellandschaft, genannt Wanzeberg.
Mitten auf diesem Berg befindet sich die Gemeinde Malliß mit den beiden Ortsteilen Bockup und Conow.
Was ist das schon, eine Gemeinde mit ca. 1.400 Einwohnern? Davon gibt es viele Dörfer.
Das stimmt. Doch Malliß hat etwas, was im Norden Deutschlands seines Gleichen suchen muss. Malliß ist ein Dorf in Mecklenburg-Vorpommern ohne Landwirtschaft. Malliiß ist seit jeher ein Industriedorf.

Der Bergbau hat sein Gesicht und die Geschichte des Ortes geprägt. Bereits 1307 ist urkundlich erwähnt worden, dass die Nonnen des Klosters Eldena aus Salzquellen in Conow ihr Salz gewonnen haben. Dieser Salzbergbau wurde im Laufe der Jahre mit Unterbrechungen ausgebaut. Am Ende des 19.Jahrhunderts wurde ein Schacht mit einer Tiefe von ca. 600 m errichtet, um hier das für die Landwirtschaft so wichtige Kalisalz abzubauen.
Als jedoch die Friedrich-Franz-Zeche eröffnet wurde, um hier im Untertagebergbau Braunkohle abzubauen, hat sich in Malliß ein weiterer Industriezweig entwickelt, der bis 1960 die Region geprägt hat. Informationen hierzufinden Sie auch im Regionalmuseum Kaliß.

Weiterhin war die Ziegelindustrie in Malliß seit über 150 Jahren zu Hause. Und auf dem ehemaligen Gelände des Kalischachtes ist ein Kinderkostwerk entstanden, das heute von der Firma Nestle geführt wird.
Trotz der Industriekonzentration wurde das gesamte Gebiet des Wanzeberges zum Landschaftsschutzgebiet "Wanzeberg" erklärt. Eine vielfältige Flora und Fauna sowie geologische Besonderheiten laden den Besucher zum längeren Verweilen ein. Für Naturfreunde ist der Campingplatz "Am Wiesengrund" der Familie Sielaff genau das Richtige. Dieser Campingplatz ist auch für Wasserfreunde über die Müritz-Elde-Wasserstraße zu erreichen.

Kontaktdaten Bürgermeister Volker Sielaff

Gemeinde Karenz

Karenz Turm QF (3) M.Möller
© M.Möller

Karenz ist mit ca. 280 Einwohner die kleinste Gemeinde im Amt Dömitz-Malliß. Die Gemeinde liegt am Nordhang des Landschaftsschutzgebietes Wanzeberg. Die geologische Formation Wanzeberg ist einzigartig in Mitteleuropa, sie ist Fundstätte von Versteinerungen, Haifisch- und Rochenzähnen sowie Urnen aus der Bronzezeit.
Im Landschaftsschutzgebiet gibt es einzigartige Tiere und Pflanzen wie z.B brütende Kraniche, Schwarzstörche, Eisvögel, breitblättriges Knabenkraut oder Schwarzerlen.
Der höchste Punkt in Karenz und somit des Wanzeberges, der Steinberg, weist eine Höhe von 71 NN aus und man hat bei gutem Wetter eine Fernsicht von 50 km.
Auf dem Steinberg befindet sich ein Aussichtsturm mit Plattform.
Am Rande des Ortes befindet sich eine Off-Road-Bahn für Geländewagen, die von März bis Oktober genutzt werden kann.
Auch der Reitsport wird in dem kleinen Ort groß geschrieben und der Reit- und Fahrverein belebt mit seinen Veranstaltungen das kulturelle Leben im Dorf.


Kontaktdaten Bürgermeister Klaus Elsner

Gemeinde Malk Göhren

Malk Göhren_
© M.Möller

Zur Gemeinde Malk Göhren gehören die Ortsteile Malk Göhren, Neu Göhren und Liepe. Ca. 520 Einwohner haben hier ihr Zuhause. Mehrere kleine Handwerksbetriebe haben hier ihren Standort gefunden, aber den Schwerpunkt bildet die Landwirtschaft. In diesem Bereich arbeiten drei Wiedereinrichter und ein größerer Landwirtschaftsbetrieb.

Aus der geografischen Lage heraus ist es der Gemeinde wichtig, die landschaftliche Attraktivität der Umgebung den Gästen näher zu bringen. Eine gute gastronomische Versorgung bieten dafür der Gasthof zur Mühle in Malk Göhren und die Gaststätte Waldschänke in Liepe. .
Die Gemeinde liegt an der Anbindung des Reitwanderweges von Redefin nach Neustadt Dosse, der durch das gesamte Gemeindegebiet führt.
Die Gemeinde wird tangiert von der Müritz-Elbe-Wasserstraße. Viele Urlauber nutzen oft einen Stopp am Bootsanleger Neu Göhren, der auch über einen Campingplatz verfügt, um von dort Ausflüge in die Gemeinde zu unternehmen.
Die Einwohner der Gemeinde haben das niedrigste Durchschnittsalter im Amtsbereich und es ist für die Gemeinde besonders erfreulich, dass viele junge Familien entschlossen haben in der Gemeinde zu bauen.


Kontaktdaten Bürgermeister Siegmund Holter